Dominik Paris siegte in erster Abfahrt, ÖSV weit zurück
Eine Lehrstunde des italienischen Altmeisters erlebte die Schweizer Speed-Elite auf dem Olympiabakken in Kvitfjell. Denn mit 35 Jahren sicherte sich Dominik Paris seinen 23. Weltcup-Sieg – den ersten in dieser Saison. In der Vergangenheit hatte der sympathische Südtiroler immer wieder zu kämpfen, fuhr oft nur hinterher. Im Laufe des aktuellen Winters kam er aber besser in Form und zeigte es mit einer sensationellen Fahrt in Norwegen allen. Vor allem im Mittelteil kam niemand an Paris heran.
Am ehesten gelang das abermals der Schweizer Equipe, die sich hinter dem Italiener einreihte. Zweiter wurde Überflieger Marco Odermatt vor Stefan Rogentin, Franjo von Allmen und Alexis Monney. Im Abfahrtsweltcup gelang „Odi“ damit ein großer Schritt in Richtung kleiner Kristallkugel, führt er vor der vorletzten Saisonabfahrt am Samstag (10.30 Uhr) in Kvitfjell 103 Punkte vor seinem Landsmann von Allmen.
ÖSV weit abgeschlagen
Die rot-weiß-roten Athleten hatten am Freitag nichts mit den Stockerlplätzen zu tun. Stefan Babinsky wurde als bester ÖSV-Läufer Neunter (+1,11 Sekunden). Für Vincent Kriechmayr (12./+1,41) und Stefan Eichberger (14./+1,52) reichte es nicht für die Top-Zehn. Beiden half die späte Startnummer bei hohen Temperaturen im zweistelligen Bereich sicherlich nicht. Das merkte auch der Sieger an. „Es sind natürlich nicht ganz faire Bedingungen, wenn es so aufgeht und auch der Wind reinfährt“, erklärte Paris. „Man muss hoffen, dass auch das Wetter mitspielt, wenn man gewinnen will.“
