Gladbach-Fans randalieren im Block bei Derby gegen Köln
- Ich möchte keine Böller durch die Kurven fliegen sehen, wo ich das Gefühl habe, ich könnte am besten noch getroffen werden, said Borussia Mönchengladbach sports director Rouven Schröder.
- Vielerorts sorgten Krawalle im rheinischen Fußball-Derby zwischen dem 1.
- Während der Ausschreitungen wurden Böller und Leuchtraketen gezündet.
Das kann nicht funktionieren. Ich bin genauso Familienvater. Ich möchte keine Böller durch die Kurven fliegen sehen, wo ich das Gefühl habe, ich könnte am besten noch getroffen werden,
said Borussia Mönchengladbach sports director Rouven Schröder.
Vielerorts sorgten Krawalle im rheinischen Fußball-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach für Entsetzen, das am Sonntag, 11. Oktober 2026, stattfand. Nach dem 2:1-Siegtreffer für den FC durch Saïd El Mala in der 67. Minute eskalierte die Situation auf der Nordtribüne des Rhein-Energie-Stadions. Im Oberrang gerieten Anhänger aneinander, traten Plexiglasschutzscheiben aus der Verankerung und schlugen aufeinander ein. Auf der Nordtribüne wurden konkret die untersten beiden Plexiglas-Trennscheiben zwischen Heim- und Gästebereich zerschlagen.
Eskalation im Gästeblock und Spielunterbrechung
Während der Ausschreitungen wurden Böller und Leuchtraketen gezündet. Aus dem Gladbacher Block flog Pyrotechnik auf die Tribüne mit Kölner Fans, wobei auch Pyrotechnik in andere Blöcke geworfen und geschossen wurde. Einige Randalierer nutzten Gürtel als Waffen, während unbeteiligte Zuschauer den Bereich fluchtartig verließen. Durch die geworfene Pyrotechnik wurde eine unbeteiligte Frau verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Bereits vor dem Spiel musste eine Ordnerin nach dem Zünden von Böllern aufgrund lauter Knallgeräusche medizinisch versorgt werden.
Schiedsrichter Florian Badstübner, 35 Jahre alt, unterbrach das Spiel wegen der tumultartigen Szenen im zweiten Durchgang kurz in der 76. Minute, wobei die Begegnung eine dreiminütige Zwangspause einlegen musste. Erst nach mehreren Minuten schritt die Polizei im Oberrang ein und brachte die Situation unter Kontrolle.
Sicherheitskonzept und Reaktionen der Klubs
Kölns Geschäftsführer Philipp Türoff, 50 Jahre alt, hatte sich vor der Begegnung noch optimistisch gezeigt und von einem Vertrauensvorschuss gesprochen, den man verantwortungsvoll gerecht werden wolle; für den FC ist der Verlauf des Derbys auf den Rängen nun der Worst Case.

Kölns Geschäftsführer Philipp Türoff bezeichnete das verspätete Eingreifen der Polizei indes als nicht ungewöhnlich
und verteidigte das Sicherheitskonzept als maßgeblich durch individuelle Störungen geprägt, wobei er anfügte, dass er noch keine Informationen habe, aber hoffe, dass möglichst wenige Unbeteiligte Schaden genommen haben. Gleichzeitig verurteilte er die Bilder aufs Äußerste
und erklärte: Diese Bilder haben im Fußball nichts verloren und geben dem Derbysieg heute einen unschönen Beigeschmack.
