Job Cuts at Leipzig/Halle and Dresden Airports
Sächsische Flughäfen unter Sparzwang: Bis zu 250 Stellen betroffen
Table of Contents
- Sächsische Flughäfen unter Sparzwang: Bis zu 250 Stellen betroffen
- Sächsische Flughäfen im Sparmodus: Ihre Fragen beantwortet
- Warum müssen die sächsischen Flughäfen sparen?
- Wie viele Stellen werden an den Flughäfen Leipzig und Dresden abgebaut?
- Wie soll der stellenabbau realisiert werden?
- Sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen?
- Welche Auswirkungen hat der Sparkurs auf Investitionen?
- Was plant die Mitteldeutsche Flughafen AG, um Kosten zu senken und Einnahmen zu steigern?
- Warum haben Airlines Verbindungen gestrichen?
- Wie steht es um die Fluggastzahlen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit?
- Welche Rolle spielen die Gesellschafter der Mitteldeutschen Flughafen AG?
- Gab es finanzielle Probleme in der Vergangenheit?
- Plant der Flughafenbetreiber, Airlines anzuwerben?
- Was sind die Hauptgründe für die finanzielle Notlage der Flughäfen?
- spohr’s Kritik
- Übersicht: Sparmaßnahmen und Ziele
Leipzig/Dresden. Die sächsischen Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden stehen vor einem harten Sparkurs, um ihre Kosten drastisch zu senken.
Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Mitteldeutschen Flughafen AG, erklärte, “Wir sind ein Unternehmen in einer Sanierungsphase.” Dieser Kurs ist mit erheblichen Einschnitten verbunden.
Die Maßnahmen resultieren aus dem Wirtschaftsplan, der im vergangenen Jahr mit Gesellschaftern und Banken vereinbart wurde. Der CEO betonte: “Bis 2026 müssen wir ein positives Betriebsergebnis erreichen – erstmals in unserer Geschichte. Deswegen bleibt uns nichts anderes übrig, als an allen Ecken zu sparen.” Er fügte hinzu,dass es dafür ”keinen Plan B” gebe.
Bis zu 250 Stellen werden in Leipzig und Dresden abgebaut
Die Sparmaßnahmen betreffen vor allem das Personal. Bis 2026 sollen etwa 250 stellen abgebaut werden. Der Großteil soll durch Nichtnachbesetzung von Stellen erreicht werden. Derzeit beschäftigt die Unternehmensgruppe rund 1200 Mitarbeiter, was bedeutet, dass potenziell jede fünfte Position betroffen sein könnte.
Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen.Der Vorstandschef räumte ein: „Wir versuchen, Kündigungen zu vermeiden, schließen aber nichts aus.“ Auch bauliche Investitionen sind derzeit kaum möglich, obwohl erheblicher Aufholbedarf besteht.
Investitionsstau macht Flughäfen zu schaffen
Ahmelmann erklärte: „In den Jahren vor 2017 wurde in die Instandhaltung zu wenig investiert.“ Er fügte hinzu: „Das müssen wir nachholen, können es aber aufgrund der Dimensionen nicht auf einmal machen. Wir haben im Augenblick nicht für alles Geld.“
Die Mitteldeutsche Flughafen AG prüft,ob der Dresdner Flughafen deutlich verschlankt werden kann. Der Flughafen-Chef sagte: „Wir könnten beispielsweise ein Terminalgebäude, das größer ist als die Nachfrage, smart umbauen. Auf diese Weise würden wir es besser auslasten.“ die Verwaltung wird bereits zusammengezogen und frei gewordene Büroräume an Firmen vermietet, was “zusätzliche Einnahmen” bringt.
Airlines streichen Verbindungen
Das Gelingen des Sanierungskurses ist entscheidend, da die Flughäfen seit Jahren Verluste schreiben. Im vergangenen Jahr konnte eine Finanzlücke von 145 Millionen Euro durch eine Einigung mit Banken und eine Finanzspritze der Gesellschafter geschlossen werden.
bis 2026 müssen wir ein positives Betriebsergebnis erreichen. Deswegen bleibt uns nichts anderes übrig,als an allen Ecken zu sparen.
Götz Ahmelmann, CEO der Mitteldeutschen Flughafen AG
Zuletzt mussten die Flughäfen Rückschläge hinnehmen, da Airlines wie Ryanair und die Lufthansa Group mehrere Verbindungen gestrichen haben. in Leipzig wurde die Lufthansa-Verbindung zum Drehkreuz München eingestellt.
Flughafenbetreiber wirbt bei Airlines für Sachsen
Laut dem Branchenverband BDL erreicht der Flughafen leipzig/Halle derzeit 75 Prozent des Sitzplatzangebots im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie. In Dresden liegt das Angebot bei lediglich 49 Prozent des Vorkrisenniveaus.
Ahmelmann bedauerte die Streckenstreichungen und sagte: „Wir müssen mehr Flugverkehr schaffen und mehr Passagiere gewinnen.“ Daher wirbt der Flughafenbetreiber gezielt bei den Airlines für Sachsen.
Zuletzt gab es eine Debatte darüber,ob Sachsen an zwei Verkehrsflughäfen festhalten sollte. Lufthansa-Chef Carsten Spohr attestierte dem Freistaat mit seinen zwei Flughäfen einen „strukturellen Nachteil“. Ahmelmann betonte jedoch, dass diese Diskussion nicht weiterführe: „Für die Gesellschafter ist eine Schließung keine Option, das haben sie oft genug deutlich gemacht. Die Flughäfen haben für Sachsen eine große Bedeutung.“
Sächsische Flughäfen im Sparmodus: Ihre Fragen beantwortet
Die Flughäfen leipzig/halle und Dresden stehen vor großen Herausforderungen.Ein Sparkurs soll die sächsischen Airports wieder in die Gewinnzone bringen. Doch was bedeutet das konkret? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Warum müssen die sächsischen Flughäfen sparen?
Die sächsischen Flughäfen Leipzig/Halle und dresden stehen unter großem finanziellen Druck. Ziel ist es, bis 2026 ein positives Betriebsergebnis zu erzielen. Laut Götz Ahmelmann, CEO der Mitteldeutschen Flughafen AG, ist dieser Sparkurs unerlässlich, um die Zukunftsfähigkeit der Flughäfen zu sichern.
Wie viele Stellen werden an den Flughäfen Leipzig und Dresden abgebaut?
Bis 2026 sollen rund 250 Stellen abgebaut werden. Das betrifft beide Standorte, Leipzig/halle und Dresden.
Betroffene Standorte: Leipzig/Halle und Dresden
Geplanter Abbau: 250 Stellen bis 2026
Wie soll der stellenabbau realisiert werden?
Der Stellenabbau soll hauptsächlich durch Nichtnachbesetzungen freiwerdender Stellen erfolgen. Allerdings schließt der Vorstandschef betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.
Sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen?
Nein, betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen, obwohl der Vorstand versucht, diese zu vermeiden.
Welche Auswirkungen hat der Sparkurs auf Investitionen?
Bauliche investitionen sind derzeit kaum möglich, obwohl erheblicher aufholbedarf besteht. In den Jahren vor 2017 wurde zu wenig in die Instandhaltung investiert, was nun nachgeholt werden muss.
Was plant die Mitteldeutsche Flughafen AG, um Kosten zu senken und Einnahmen zu steigern?
Die Mitteldeutsche Flughafen AG prüft verschiedene Maßnahmen:
Verschlankung des Dresdner Flughafens: Umbau von Terminalgebäuden, um diese besser auszulasten.
Zusammenlegung der Verwaltung: Frei gewordene Büroräume werden an Firmen vermietet, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Werbung bei Airlines: Aktive Ansprache von Fluggesellschaften, um mehr Flugverbindungen nach Sachsen zu holen.
Warum haben Airlines Verbindungen gestrichen?
Airlines wie Ryanair und die Lufthansa group haben in der Vergangenheit Verbindungen gestrichen. Betroffen war unter anderem die Lufthansa-Verbindung von Leipzig zum Drehkreuz München.
Wie steht es um die Fluggastzahlen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit?
Laut dem Branchenverband BDL erreicht der Flughafen Leipzig/Halle derzeit 75 Prozent des Sitzplatzangebots im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie. In dresden liegt das Angebot bei lediglich 49 Prozent des Vorkrisenniveaus.
Welche Rolle spielen die Gesellschafter der Mitteldeutschen Flughafen AG?
Die Gesellschafter der mitteldeutschen Flughafen AG haben deutlich gemacht, dass eine Schließung der Flughäfen keine Option ist.Sie betonen die große Bedeutung der Flughäfen für Sachsen.
Gab es finanzielle Probleme in der Vergangenheit?
Im vergangenen Jahr musste eine Finanzlücke von 145 Millionen Euro durch eine Einigung mit Banken und eine Finanzspritze der gesellschafter geschlossen werden.
Plant der Flughafenbetreiber, Airlines anzuwerben?
Ja, der Flughafenbetreiber wirbt gezielt bei den Airlines für Sachsen, um mehr Flugverkehr und Passagiere zu gewinnen.
Was sind die Hauptgründe für die finanzielle Notlage der Flughäfen?
Verluste: Die Flughäfen schreiben seit Jahren Verluste.
Investitionsstau: In der Vergangenheit wurde zu wenig in die Instandhaltung investiert.
Streckenstreichungen: Airlines haben Verbindungen gestrichen, was zu weniger Passagieren führt.
spohr’s Kritik
Lufthansa-Chef Carsten spohr attestierte dem Freistaat Sachsen mit seinen zwei Flughäfen einen „strukturellen Nachteil“. Laut seiner Aussage sind die Sächsischen Flughäfen für den flugverkehr nicht optimal aufgestellt.
Übersicht: Sparmaßnahmen und Ziele
| Maßnahme | Details | ziel |
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| Stellenabbau | 250 Stellen bis 2026, hauptsächlich durch Nichtnachbesetzung, Kündigungen nicht ausgeschlossen | Kostensenkung |
| Investitionsstopp | Bauliche Investitionen werden reduziert | Haushaltskonsolidierung |
| Terminalumbau (Dresden) | Effizientere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur | Kostensenkung und bessere Auslastung |
| Verwaltung zusammenlegen | Vermietung frei gewordener Büroräume | Zusätzliche Einnahmen |
| Airline-akquise | Aktive Werbung bei Fluggesellschaften | Steigerung des Flugverkehrs und der Passagierzahlen |
| Positives Betriebsergebnis | Bis 2026 | Finanzielle Sanierung der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden |
