Table Dance in Berlin: Still Going Strong?
- Besucht heutzutage überhaupt noch jemand einen Stripclub oder eine Tabledance-Bar?
- Dennoch existieren in Berlin weiterhin mehrere solcher Etablissements.
- Golden Dolls - Table Dance auf der potsdamer Straße, wo Hipness auf Shabby-Metropole trifft.
Einblicke in die Berliner Tabledance-Szene: Zwischen Klischee und Realität
Table of Contents
- Einblicke in die Berliner Tabledance-Szene: Zwischen Klischee und Realität
- Einblicke in die Berliner Tabledance-Szene: Q&A
- Sind Stripclubs und Tabledance-Bars noch zeitgemäß?
- Welche Tabledance-Locations gibt es in Berlin?
- Was versprechen Tabledance-Bars ihren Besuchern?
- Was hat es mit Golden dolls auf der potsdamer Straße auf sich?
- Was ist der aktuelle Stand von Poledance als Sportart?
- wie stehen feministische Kreise zu Poledance?
- Wie ist die Atmosphäre im Rush Hour in Berlin?
- Welche Erfahrungen wurden im Rush Hour gemacht?
- Wie ist das Verhältnis zwischen Glamour und Realität in der Berliner Tabledance-Szene?
- Zusammenfassung der Berliner Tabledance-Szene
Besucht heutzutage überhaupt noch jemand einen Stripclub oder eine Tabledance-Bar? die Frage drängt sich auf, insbesondere in Anbetracht der gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre. Das Bild, das viele im Kopf haben – Männer, die halbnackte Frauen ansehen und ihnen teure Drinks spendieren, in der Hoffnung auf eine erotische Begegnung – scheint in der heutigen Zeit antiquiert.
Dennoch existieren in Berlin weiterhin mehrere solcher Etablissements. Namen wie grace Lounge, Tutti Frutti, Angels, Golden Dolls, Sin City und Tabu Bar sind präsent. Sogar ein Ladys-club, das Wildhouse, in dem Männer tanzen, ist zu finden. Offenbar funktioniert das Geschäft also noch. Online wird mit Versprechungen geworben: “Genieße prickelnden Champagner und lass dich von ihrer elektrisierenden Energie mitreißen.Hier hast du die Chance,die faszinierenden Persönlichkeiten der Tänzerinnen kennenzulernen und ihre verführerische Ausstrahlung hautnah zu erleben.”

Golden Dolls – Table Dance auf der potsdamer Straße, wo Hipness auf Shabby-Metropole trifft.
Poledance hat sich mittlerweile zu einer anerkannten Sportart entwickelt, die sowohl im Freizeitbereich als auch professionell ausgeübt wird. Es gibt sogar eine Organisation, die ODPS (Organisation des deutschen Pole Sports e.V.), die jährlich eine Pole & Aerial Meisterschaft ausrichtet.Auch eine Weltmeisterschaft, veranstaltet von der International Pole Sports Federation, existiert. Viele Frauen berichten, dass der Tanz an der Stange ihr Selbstbewusstsein stärkt und gleichzeitig ein anstrengendes Training darstellt.
Innerhalb feministischer Kreise ist Poledance jedoch weiterhin ein umstrittenes Thema. Oft wird es mit Frauen assoziiert, die in knappen Outfits vor und für Männer tanzen. Eine Persönlichkeit wie Alice Schwarzer würde wohl kaum einen Fuß in einen herkömmlichen Tabledance-Club setzen.
Auch ein Swerf (Sex Worker Exclusionary Radical Feminist) würde den Stripclub Rush Hour in Wilmersdorf, einen der größeren Tabledance-Clubs der Hauptstadt, meiden. Für Swerfs sind Sexarbeit und Feminismus unvereinbar.
Ein Besuch im Rush Hour: Beobachtungen und Begegnungen
Die Atmosphäre im Rush Hour ist zunächst unspektakulär. Ein älterer Herr, der anscheinend der Tanzlehrer ist, bittet seine Schülerinnen zur Tafel. Ein neues Lied beginnt, und Mandy betritt die Bühne auf hohen Plateauschuhen, nachdem die vorherige Tänzerin diese verlassen hat.
Die meisten Tänzerinnen scheinen zwischen 18 und 30 Jahre alt zu sein. Einige zeigen beeindruckende Darbietungen,bei denen sie in zwei Metern Höhe an der Stange wirbeln. Andere hingegen wirken ungelenk und lustlos. Am Ende jedes Tanzes, der jeweils die Länge eines Songs hat, zieht die Tänzerin lasziv ihren Slip herunter. Trotzdem will keine wirklich erotische Stimmung aufkommen. Die Verruchtheit wirkt aufgesetzt, das Klischee überreizt.
Mandy kommt herüber und fragt, ob sie einen Dollar für ihre Darbietung bekommt. Ihren Slip hat sie wieder angezogen und deutet an, dass das Geld direkt hineingesteckt werden kann.
Nach einigen Tänzen kommt Sofia an den Tisch. Sie ist verschwitzt und erzählt, dass es ihr erster Tag im Club sei und sie total aufgeregt sei.

„Mandy stöckelt zu mir herüber, fragt, ob sie einen Dollar für ihre Darbietung bekommt.“
Ob das stimmt, lässt sich nicht beurteilen, aber Sofia ist sehr gesprächig und erzählt auf Englisch, dass sie in Polen lebt und extra für diesen Auftritt angereist ist. Kurz darauf bietet sie einen “privaten Tanz” in einem anderen Raum des Clubs an, der 100 Euro kosten soll. An einem Drink ist sie nicht interessiert.
Als das Angebot abgelehnt wird,zieht sie etwas ernüchtert weiter. Wenig später kommt Julia aus Kiew an den Tisch, und ein Gespräch über das Thema “Wie finde ich eine Wohnung in berlin” beginnt. Auch Julia möchte gerne einen privaten Tanz für 100 Euro vorführen. Sie spricht gutes Englisch, die vorherrschende Sprache im rush Hour.
Der club füllt sich langsam. Drei tische sind mit Männern besetzt, die offenbar nicht aus Deutschland kommen. Sie werden von den Tänzerinnen taxiert und umgarnt. Champagnerflaschen von der teuren Karte werden kaum bestellt – auch bei den Nachtclub-Besuchern sitzt das Geld nicht mehr locker.
Wie um diesen Gedanken zu unterstreichen, kauert beim Verlassen des Clubs ein Mann in Lumpen gehüllt auf dem Bürgersteig, nur wenige Meter von der Leuchtreklame entfernt. Es scheint, als ob er dort schon seit Stunden ausharrt.
Einblicke in die Berliner Tabledance-Szene: Q&A
Sind Stripclubs und Tabledance-Bars noch zeitgemäß?
Obwohl sich gesellschaftliche Normen verändert haben, existieren Tabledance-Bars in Berlin weiterhin. Das traditionelle Bild von Männern, die halbnackte Frauen ansehen und ihnen teure Getränke ausgeben, mag veraltet erscheinen, aber diese etablissements üben weiterhin eine gewisse Anziehungskraft aus.
Welche Tabledance-Locations gibt es in Berlin?
In Berlin gibt es eine Reihe von Tabledance-Locations, darunter:
Grace Lounge
Tutti Frutti
Angels
Golden Dolls
Sin City
Tabu Bar
Wildhouse (ein Ladys-Club mit männlichen Tänzern)
Was versprechen Tabledance-Bars ihren Besuchern?
Tabledance-Bars werben oft mit Versprechungen wie prickelndem Champagner, elektrisierender energie und der Möglichkeit, die Tänzerinnen kennenzulernen und ihre verführerische Ausstrahlung hautnah zu erleben.
Was hat es mit Golden dolls auf der potsdamer Straße auf sich?
Golden Dolls ist ein Table Dance Etablissement auf der Potsdamer Straße, wo laut Beschreibung “Hipness auf Shabby-Metropole” trifft.
Was ist der aktuelle Stand von Poledance als Sportart?
Poledance hat sich zu einer anerkannten Sportart entwickelt, die sowohl im Freizeitbereich als auch professionell ausgeübt wird. Es gibt Organisationen wie die ODPS (Organisation des deutschen Pole Sports e.V.), die jährlich meisterschaften ausrichten, sowie eine Weltmeisterschaft, die von der International Pole Sports Federation veranstaltet wird. Viele Frauen berichten, dass Poledance ihr Selbstbewusstsein stärkt und gleichzeitig ein anstrengendes Training darstellt.
wie stehen feministische Kreise zu Poledance?
Innerhalb feministischer Kreise ist Poledance ein umstrittenes Thema. Es wird oft mit Frauen assoziiert, die in knappen Outfits vor und für Männer tanzen. Einige Feministinnen, wie Alice Schwarzer, würden traditionelle Tabledance-Clubs wahrscheinlich meiden. Auch SWERFs (Sex Worker Exclusionary Radical Feminists) lehnen Sexarbeit, einschließlich Striptease, ab.
Wie ist die Atmosphäre im Rush Hour in Berlin?
Der rush Hour in Berlin präsentiert sich zunächst unspektakulär. Es gibt Tanzlehrer und Tänzerinnen unterschiedlichen Alters und Könnens. Einige zeigen beeindruckende Darbietungen an der Stange, während andere ungelenk und lustlos wirken.
Welche Erfahrungen wurden im Rush Hour gemacht?
Während eines Besuchs im rush Hour wurden folgende Beobachtungen gemacht:
Tänzerinnen bieten private Tänze für etwa 100 Euro an.
Viele Tänzerinnen,wie Sofia aus Polen und Julia aus Kiew,sprechen gut Englisch.
Champagner wird selten bestellt, was darauf hindeutet, dass die Besucher sparsam sind.
Wie ist das Verhältnis zwischen Glamour und Realität in der Berliner Tabledance-Szene?
der Besuch im Rush Hour zeigt, dass die Realität oft hinter dem Glamour zurückbleibt.Die Verruchtheit wirkt aufgesetzt, und die erotische Stimmung will nicht wirklich aufkommen. Der Kontrast wird beim Verlassen des Clubs deutlich, als ein mann in lumpen gehüllt vor der Leuchtreklame kauert. Dies unterstreicht die Diskrepanz zwischen dem versprochenen Luxus und der harten Realität des Lebens.
Zusammenfassung der Berliner Tabledance-Szene
| Aspekt | Beschreibung |
| ——————— | ————————————————————————————————————————————————————————————————— |
| Existenz | Trotz gesellschaftlicher veränderungen gibt es weiterhin Tabledance-Bars in Berlin.|
| Namenhafte Clubs | Grace Lounge, Tutti Frutti, Angels, Golden Dolls, Sin City, Tabu Bar, Wildhouse |
| Poledance als Sportart | Anerkannt und etabliert, mit Organisationen und Weltmeisterschaften. |
| Feministische sicht | Umstritten; oft verbunden mit der Objektifizierung von Frauen. |
| Rush Hour Atmosphäre | Unspektakulär, mit Tänzerinnen unterschiedlichen Alters und Könnens; private Tänze werden angeboten. |
| Realität vs. Glamour | Große Diskrepanz; die Realität wirkt oft weniger glamourös als das Image, das vermittelt wird. Der Kontrast wird durch soziale Ungleichheit vor dem Club deutlich. |
